„Du verwöhnst dein Kind zu sehr!“
Vergleichende Studien haben gezeigt, das Kinder, die getragen wurden, und somit auf die Grundbedürfnisse nach Körperkontakt und Nähe eingegangen wurde, eher selbständiges Verhalten zeigen und sich eher lösen können als Kinder, denen das Getragenwerden verwehrt wurde. Machen Sie sich also keine Sorgen, wenn Sie ihrem Kind die Bestätigung ihrer ständigen Anwesenheit durch Tragen geben, Sie verwöhnen es nicht, Sie erleichtern ihm den Start in seiner „neuen Welt“ außerhalb des Mutterleibes.
„Ist das auch gut für den Rücken deines Kindes?“
Aus orthopädischer Sicht ist es sogar förderlich für die kindlich unausgereifte Wirbelsäule und seine Hüfte, in einer gut gebundenen Wickeltechnik getragen zu werden. Es gilt auch zu bedenken, das Europa die Region ist, in der die Kinder am wenigsten getragen werden, in der es aber (vielleicht sogar bedingt dadurch) die meisten Rückenschäden und Hüftprobleme gibt.
„Dein Baby bekommt ja gar keine Luft da drin.“
Es ist tatsächlich so, das Babys laut einer Studie der Uni – Kinderklinik Köln (*1) im Tragetuch eine unbedeutend geringere Sauerstoffsättigung (-1%) aufweisen, was sich auch damit erklären lässt, das Kinder im Tuch einfach weniger schreien als dies im Kinderwagen der Fall ist.
Tatsache ist aber auch, das ein Kind, das nicht genug Sauerstoff bekommen würde, durch den CO²-Anstieg im Blut automatisch geweckt würde. (*1)= http://www.uni-koeln.de/pi/i/2000.127.htm
„Du schadest deinem Rücken.“
Ein nicht ganz unbegründeter Einwand, denn es ist bekannt, dass das dauernde Tragen von schweren Lasten nicht förderlich für die Wirbelsäule ist.
Und genau aus diesem Grund ist es wichtig, dass eine Tragehilfe das Gewicht des Kindes optimal auf den Träger verteilt und ihn – durch seine Bandagenartige Festigkeit - in seiner Körperhaltung unterstützt. Mit einem gut – und somit fest gebundenen Tuch ist dies der Fall. Und auch dieser Einwand verliert an Gewicht!